Freitag, 17. November 2017
20.00 Uhr Saal der Musikschule
Paul-Löbe-Straße 3
98693 Ilmenau
Eintritt: 7,00 €, ermäßigt 4,00 €
(Studenten und Arbeitslose )

Samstag, 18. November 2017
20.00 Uhr, Lutherkirche Erfurt
Magdeburger Allee 48
99086 Erfurt
Eintritt: Vorverkauf 14,50 €, ermäßigt 9,50 €
Tickets unter: www.jpg-online.de
Abendkasse 17,50 €, ermäßigt 12,50 €

Rumeynishe Fantasien – Klezmer trifft Klassik

Johannes Paul Gräßer (Erfurt, Geige), Szilvia Csaranko (Hannover, Piano & Akkordeon) und Michel Tuttle (Berlin, Bass) präsentieren erstmals die Weiterentwicklung ihres Programms „Rumeynishe Fantasien“.

Die 2012 eingespielte CD wurde vom „Yiddish Forward“, einer der wichtigsten jiddischen Zeitungen in New York mit den Worten rezensiert:
„ ...es ist ein Kunstwerk, rumänische Musik so zu spielen, dass sie nicht 100%ig rumänisch klingt, sondern auch jiddisch, Gräßer und Csaranko zeigen, dass sie dies verstehen. Es ist ein Vergnügen, jiddische Geigenmelodien zu hören, die die meisten Klezmergruppen („kapelyes“) heutzutage sonst auf der Klarinette spielen“.

Rumänien gilt als musikalischer Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Inspirationsquelle einiger der schönsten klassischen Werke und als Ursprungsland zahlreicher jiddischer Melodien. Im Mittelpunkt des Programms stehen zwei verschiedene Genres, die in der Volksmusik Rumäniens zu finden sind: Die„Rumänischen Volkstänze“, die Béla Bartók niedergeschrieben hat und die zur traditionellen Bauernmusik zählen sowie die sogenannten „Rumeynishen Fantasien“, die zum Genre der Klezmermusik gehören und durch alte Aufnahmen überliefert sind.

Leitgedanke des Programms ist die musikalische Erforschung eines Grenzbereichs zwischen zwei Welten: Die Verbindung von Klezmermusik und osteuropäischer Volksmusik mit Elementen und Techniken klassischer Kunstmusik. Traditionell überlieferte Melodien werden mit Mitteln aus der klassischen Aufführungspraxis interpretiert. Auf Volksmelodien basierende, klassische Kompositionen werden „zurückübersetzt“ in eine eher traditionelle Spielweise.

Das neue Programm greift die schönsten Melodien auf und ergänzt sie durch Nigunim und instrumentale jiddische Festmusik und Werke von Joseph Solinski, Béla Bartók, Abe Shwarts u.a..

(Veranstalter: Johannes Paul Gräßer und Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V., Regionale Arbeitsgruppe Ilmenau-Arnstadt)