Mittwoch, 1. November 2017
19.00 Uhr Erinnerungsort Topf & Söhne
Sorbenweg 7
99099 Erfurt
Eintritt frei

Der Holocaust im arabischen Gedächtnis
Vortrag von Prof. Dr. Omar Kamil

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung über die Wahrnehmung des Holocaust in den arabischen und islamisch geprägten Gesellschaften war lange auf europäische und amerikanische Historiker und Islamwissenschaftler konzentriert. Worin die beharrliche Weigerung vieler arabischer Intellektueller begründet liegt, sich mit Antisemitismus und Holocaust auseinanderzusetzen, hat der Nahostwissenschaftler Omar Kamil untersucht.

Er fragt danach, warum in der damaligen arabischen Öffentlichkeit kaum Platz für eine entsprechend differenzierte Wahrnehmung des Holocaust war und welche Rolle die Erfahrungen des Kolonialismus dabei spielten.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Dr. Omar Kamil gehören die Antisemitismus-Rezeption in arabischen Gesellschaften sowie jüdischer Geschichte und Kultur in islamischen Gesellschaften.

(Veranstalter: Erinnerungsort Topf & Söhne in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e. V. und dem Förderkreis Erinnerungsort Topf & Söhne e. V.)