Sonntag, 29. Oktober 2017
14.00 Uhr Treffpunkt Forstamt
am oberen Ende der Possenallee
99706 Sondershausen
Teilnahme kostenlos

Steine, Namen, Lebenswege.
Rundgang über den jüdischen Friedhof Sondershausen
mit Bettina Bärnighausen


Wo die mittelalterlichen Juden, die bis zu den Pestpogromen von 1349 in Sondershausen ansässig waren, ihre Toten bestatteten, ist nicht bekannt. Der heute erhaltene jüdische Friedhof am Spatenberg wurde am Ende des 17. Jahrhunderts angelegt, als sich unter der Herrschaft des 1697 in den Fürstenstand erhobenen Landesherren Christian Wilhelm von Schwarzburg-Sondershausen (reg. 1666–1720) eine jüdische Gemeinde neu zu formieren begann. Die jüngste erhaltene Grabinschrift stammt aus dem Jahre 1939.

Auf Betreiben der nationalsozialistischen Behörden wurde der jüdische Friedhof 1943 als Berggarten zum Verkauf angeboten; da sich bis Kriegsende kein Käufer fand, blieb die Begräbnisstätte vor Entweihung und Zerstörung bewahrt.

Hinweis: Erwachsene männliche Besucher werden gebeten, auf dem Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen. Bei Bedarf werden diese gern bereitgestellt.

(Veranstalter: Schlossmuseum Sondershausen)